Den "Dr." wieder wertvoll machen

Der "Dr." ist nichts mehr wert, seit herausgekommen ist dass man den Titel auch durch zusammenkopierte Gefälligkeitsdoktorarbeiten bekommen kann, nicht nur durch harte Arbeit.

Darum muss das "Doktorarbeitswesen" jetzt grundlegend überarbeitet werden.

  • Für Ärzte muss es - wie in den USA - einen "medizinischen Doktor" geben. Der Arbeitsaufwand für einen Doktortitel ist in der Medizin signifikant geringer als in jedem anderen Fach, im Zusammenhang mit dem schwierigen Studium aber schon in Ordnung. Dennoch sollte dieser Doktortitel einen anderen Namen erhalten als "reguläre" Doktortitel.
  • Doktorarbeiten sollten in der Tat einem wissenschaftlichen Anspruch genügen. Sie sollten nicht - wie häufig - primär eine Belohnung für geleistete mehrjährige Frondienste für den Lehrstuhlinhaber sein.
  • Doktorarbeiten sollten von mehreren unabhängigen, lehrstuhlfremden Professoren geprüft werden. Die Identität des Doktoranden sollte den Prüfern dabei unbekannt sein. Nur so lassen sich Mauscheleien und Gefälligkeitsgutachten ebenso ausschließen wie absichtliche Schlecht-Bewertungen.

      Sobald diese Änderungen umgesetzt worden sind, kann man die deutsche Wissenschaft und ihre Titel vielleicht wieder ernst nehmen. Vorher leider nicht.