Evangelikaler und Big-Brother-Award-Preisträger als Bundespräsident? NEIN!

Es ist ja schon fast lächerlich... aber... auch Christian Wulff, der zweite als Bundespräsidentenkandidat der Union gehandelte Mensch, nennt einen Big-Brother-Award sein eigen.

2005 hatte seine Landesregierung die großartige Idee, gegen geltendes EU-Recht den Datenschutzbeauftragten in das Innenministerium einzugliedern...

Weiterhin ist Christian Wulff Unterstützer einer mehr-oder-weniger obskuren evangelikalen Gruppe namens "Pro Christ", die den abstrusen Leitspruch „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ besitzt, der beim besten Willen nicht als freiheitlich und aufgeklärt durchgeht.

Ziel dieser Organisation ist unter anderem, "den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus – so, wie ihn die Bibel bezeugt zu verkündigen", Mittel dazu ist unter anderem, "kontinuierlich zu beten, damit wir erkennen, welche Wege und Methoden wir wählen sollen." (Satzstellung geändert).

Obwohl so ein vorbildlicher Christenmensch, konnte ihn aber auch Gottes Hand nicht davon abhalten, eine Frau zu schwängern, die 14 Jahre jünger ist als er, sich darum von der Frau, mit der er zu diesem Zeitpunkt verheiratet war, scheiden zu lassen, und sich mit der neuen, jüngeren Frau zu vermählen. Bei allen Beteuerungen, es habe eine einvernehmliche Trennung gegeben etc.: Stil ist was anderes.

Wollen wir einen Berufspolitiker als Bundespräsidenten, der zweifelhafte evangelikale christliche Organisationen unterstützt?
Wollen wir einen Berufspolitiker als Bundespräsidenten, der sich christlich und fromm gibt, aber als verheirateter Mann mit wesentlich jüngeren Frauen Kinder zeugt?
Wollen wir einen Berufspolitiker als Bundespräsidenten, für den Datenschutz lästiger Unsinn ist, der nach Möglichkeit ausgehebelt gehört, weil für ihn Bürger- und Verbraucherrechte höchstens Störfaktoren für Sicherheitsbehörden und Wirtschaft sind?

Nein! Diesen Menschen wollen wir NICHT als Bundespräsidenten.

Die Liberalen stehen für Freiheit, Aufklärung, Bürgerrechte und Datenschutz und nicht für die Werte, die Christian Wulff in den ganzen letzten Jahren vertreten hat.

Darum fordere ich die FDP-Abgeordneten in der Bundesversammlung auf, den reaktionären Big-Brother-Award-Preisträger und Förderer der Evangelikalen Christian Wulff nicht zu wählen.
Wer Wulff wählt, verrät die Grundwerte der Liberalen!