Freiheit für Julian Assange!

Julian Assange legt sich mit den USA an, in denen bereits seine Ermordung gefordert wird.

Das ist wahnsinnig. Wahnsinnig couragiert und wahnsinnig mutig, wobei die Grenze zur Tollkühnheit natürlich fließen ist.

Julian Assange hat keine Geheimnisse irgendwelcher Regierungen verraten. Sie sind seiner Organisation und ihm zugetragen worden von Menschen, die aus einem tiefen inneren Bedürfnis heraus, und unter Inkaufnahme des Risikos deswegen in den USA zu mehreren hundert Jahren Gefängnis oder zum Tode verurteilt zu werden, schmutzige Geheimnisse vor allem der USA öffentlich machen wollten.

Die Öffentlichkeit hat gesehen, wie Apache-Kampfpiloten Journalisten niedergemäht haben, wie GIs irakische Gefangene gequält haben, hat gelesen, wie die USA Länder und Regierungen zu manipulieren versuchen und wie sie im Wahn des Anti-Terror-Kampfs sämtliche rechtsstaatlichen Regelungen und internationalen Vereinbarungen außer Kraft gesetzt haben um zu entführen und zu foltern.

Es ist gut, dass die Öffentlichkeit diese Dinge erfahren hat, denn es wäre schlecht, wenn eine Regierung, auch und gerade die der USA, dauerhaft unkontrolliert Menschenrechte mit Füßen treten und dies alles geheimhalten könnte.

Julian Assange ist darum eine Art moderner Robin Hood. Ein Widerständler, der von seiner Courage her in einer Reihe mit den Mitgliedern der weissen Rose gesehen werden könnte.
Auf jeden Fall jemand, der es nicht verdient hat, wegen zweifelhafter Vergewaltigungsvorwürfe, die bereits einmal fallengelassen und dann wieder erhoben wurden eingesperrt zu werden.

Die Merkwürdigkeiten der Vorwürfe gegen Assange riechen zu sehr nach Schmutzkampagne, als dass man sie glauben könnte.
Fehlt nur noch, dass er in seiner Zelle Selbstmord begeht und auf seinem Laptop Kinderpornos gefunden werden, dann könnte man sich sicher sein, dass tatsächlich die USA ihre Finger im Spiel haben... :-)

Freiheit für Julian Assange!