S21 und Phoenix

Die Schlichtung zu S21 auf Phonix hat mehrere Dinge gezeigt:
Erstens, dass eine Debatte sinnvolle Ergebnisse haben kann wenn man sich Zeit dafür nimmt. Zweitens, dass sämtliche Polit-Kurz-Sparrings (Anne Will und Konsorten) schon allein wegen des Zeitmangels nichts anderes sein können als sinnlos.
Drittens, dass allein Phoenix es wert ist, seine Rundfunkgebühren zu bezahlen, auch wenn man andererseits ARD und ZDF genau so gut zusammenlegen und einen Haufen sogenannter "Unterhaltung" streichen könnte. Berichterstattung über Politik ist notwendig und sinnvoll, auch und gerade einfach mal live und ungefiltert durch Redakteure und Journalisten mit eigener politischer Agenda, Quoten- und Reichweitendruck sowie Geltungsbewusstsein.
Meine Erkenntnis daraus: Politische Themen sollten häufiger wirklich öffentlich diskutiert werden, nicht nur im Hinterzimmer, bei Anhörungen oder in Ausschüssen. Das bedeutet allerdings auch, dass die Medien politischen Debatten breiteren Raum einräumen sollten, abseits der von der "Hausmeinung" gefärbten Berichterstattung über Politik. Das würde der Demokratie wieder zu mehr Akzeptanz verhelfen.