"Umgekehrter" Sexismus oder: Frauenquote von 40%

CSU und SPD gefallen sich in Forderungen nach einer Frauenquote von 40%, wie sie angeblich auch die EU zur Frauenförderung fordert. Die CSU will diese Frauenquote für Parteiämter einführen, die SPD will sie für Führungspositionen in Unternehmen einführen lassen. Letzteres will angeblich auch die EU.

Was würde so eine Quote bedeuten?

In der CSU mit ca. 80% Männeranteil würde das bedeuten, dass der Anteil von Frauen in Parteiämtern doppelt so hoch wäre wie der Anteil von Frauen in der Gesamt-Partei.
Wenn also 100 Mitglieder für 10 Ämter kandidieren würden, würden von den 20 Frauen mindestens vier gewählt (20%) werden müssen, von den 80 Männern höchstens sechs gewählt (7,5%) werden dürfen. Das bedeutet, die Chance einer Frau auf eine Parteiposition wäre mindestens 2.5 mal so hoch wie die eines Mannes.

In einer Firma, in der der Frauenanteil 10% betrüge wären die Auswirkungen noch extremer. Was soll eine Baufirma mit 95% männlichen Mitarbeitern mit einer Frauenquote von 40% in Führungspositionen? Was soll eine IT-Firma mit einer Männerquote von 80% mit einer Frauenquote von 40% in Führungspositionen? Um diese Frauenquote zu erfüllen müsste man entweder jede Frau in eine Führungsposition hieven (Stichwort Quotenfrau), oder vielleicht pro forma Führungsfrauendarstellerinnen mieten, um die Vorgaben des Gesetzes zu erfüllen.

Wenn überhaupt, dass sollte man folgende Frauenquote einführen: Frauenquote für Ämter und Managementpositionen = Gesamtfrauenanteil in Prozent.

Alles andere wäre Männerdiskriminierung und Sexismus.