Seit 2002 bin ich Mitglied der FDP und der Jungen Liberalen.
Ich verstehe mich dabei als "pragmatischer" Liberaler. Die verschiedenen Definitionen von "liberal", die sich Liberale vor mir ausgedacht haben finde ich interessant, aber ich halte mich ungern an Dogmen.
Der "homo oeconomicus", die "unsichtbare Hand" und die jährlich wechselnden Wirtschaftstheorien können nicht erklären, wie die Welt, die Wirtschaft und die Menschen funktionieren. Dazu ist die Welt zu komplex. Das Verhalten von Menschen ist situationsabhängig. Die Aufgabe der Politik ist darum, die Gesetze und Regeln der Gesellschaft so zu gestalten, dass es den Leuten einigermaßen leicht fällt, sich gesellschaftlich positiv zu verhalten, und weniger leicht, sich gesellschaftsschädlich zu verhalten.
Der Staat ist wichtig, um die Einhaltung der Spielregeln zu überwachen und nötigenfalls auch zu erzwingen, die für ein friedliches Miteinander und ein faires Wirtschaften notwendig sind.
Der Staat darf seine Bürger dennoch nicht übermäßig überwachen oder gängeln. Er darf und muss aber stichprobenartig kontrollieren, ob seine Regeln eingehalten werden, um diese aufrecht zu erhalten.
Das hat nichts mit Misstrauen gegenüber dem Bürger zu tun, sondern damit, dass dort, wo jegliche Kontrolle und Verantwortlichkeit fehlt fast sicher Willkür und Fehlverhalten auftreten.
Damit Menschen glücklich und eigenverantwortlich, initiativ und kreativ leben können ist es andererseits notwendig, dass sie respektiert werden und frei leben können.
Es ist darum notwendig, das richtige Maß an staatlicher Einmischung in die Belange der Menschen zu finden. Es gilt zu entscheiden, wo der Staat eingreifen und kontrollieren muss, und wo er nicht einzugreifen braucht oder womöglich auf keinen Fall eingreifen oder kontrollieren darf.
Ich sehe daher mich als gemäßigten, "sozial-bürgerrechts-ordoliberalen" Liberalen.
Politik bedeutet für mich in der Praxis, Probleme ausgiebig zu diskutieren, verschiedene Positionen und Ideen zu bedenken, und dabei die eigenen gefassten Ansichten möglichst immer noch einmal zu hinterfragen.
Auch wenn einem das womöglich vorgeworfen werden könnte: Seine Meinung zu ändern, weil man zu anderen, besseren Erkenntnissen gelangt ist, ist immer richtig.
Wissenschaftliche Erkenntnisse darf man bei Entscheidungen und Überlegungen nicht außer Acht zu lassen, aber auch nicht blind auf angeblich objektive Daten, Studien und Statistiken vertrauen, die sich nachher als geschickt manipuliert herausstellen könnten. Auch wenn sich das nicht besonders rational anhört: Entscheidungen sollte man nicht gegen das eigene Bauchgefühl treffen!
Weitere Informationen über mein liberales Engagement finden Sie auf den Unter-Seiten.